Diagnostische und Interventionelle

Neuroradiologie

Die Diagnostik und minimal-invasive Therapie von Erkrankungen des Gehirns und der Wirbelsäule erfordern die Ausstattung mit modernster Technik (MRT, CT, DSA) und ein Höchstmaß an Spezialisierung. Trotz High-Tech-Medizin steht für uns jedoch stets der Mensch im Mittelpunkt.

Sprechstunden

Notfallrufnummer: 089 / 4140 - 5656 (rund um die Uhr)

MTRA vom Dienst (Medizin-Technisch-Radiologische-Assistenz): 089 / 4140 - 5606 

Unter diesen beiden Nummern sind wir bei Notfällen oder Problemen rund um die Uhr für Sie erreichbar. 

 

Externe Patienten, die nicht im Klinikum rechts der Isar stationär behandelt werden, können einen Untersuchungstermin bei uns vereinbaren. Gesetzlich versicherte Patienten benötigen hierfür einen gelben Überweisungsschein des niedergelassenen Arztes (z. B. Hausarzt, Neurologe). Sämtliche Informationen, Telefonnummern und das Anmeldeformular finden Sie auf der Webseite des Neuro-Kopf-Zentrums.

 

Über Uns

Unter der Leitung des Direktors der Abteilung, Prof. Dr. Claus Zimmer, kümmern sich derzeit 20 Ärzte, 13 Medizinisch-Technische-Radiologie-Assistenten (MTRA), fünf Krankenschwestern und vier Verwaltungsangestellte kontinuierlich um das Wohl der Patienten. Unsere Mitarbeiter garantieren eine optimale Qualität bei diagnostischen Verfahren und der Behandlung komplexer neurovaskulärer Krankheitsbilder, z.B. akuter Schlaganfall, zerebrales Aneurysma, Gefäßfehlbildung / arteriovenöse Malformation (AVM).

Ärzte und zusätzlich rund 20 Wissenschaftler arbeiten daran, die Untersuchungsmethoden und Versorgungsstrukturen stetig zu verbessern, neue Erkenntnisse über die verschiedenen Erkrankungen des Gehirns zu gewinnen und entsprechende Therapien weiter zu optimieren.

 

Ausstattung und Service

Die Abteilung für Neuroradiologie ist mit den derzeit modernsten Großgeräten sowohl für die Bildgebung des Zentralnervensystems (ZNS) als auch für schonende, minimal-invasive endovaskuläre Therapiemethoden am Gehirn und an der Wirbelsäule ausgestattet. Durch den Status als „Neuroradiologisches Referenzzentrum-Süd“ ist gewährleistet, dass die Abteilung durch eine enge Industrie-Kooperation immer auf dem neuesten technischen Stand ist. Software- und Hardware-Entwicklungen erlauben es, Hirnstoffwechsel, Hirndurchblutung und Hirnfunktionen optimal darzustellen. Die Abteilung ist über ein PACS- und RIS-System komplett digitalisiert und kommuniziert so mit dem gesamten Universitätsklinikum, aber auch mit anderen Kliniken und Praxen.

 

Folgende Geräte stehen zur Verfügung:

  • Magnetresonanztomographen (MRT): Zwei 3T MRT-Geräte, ein ultramodernes intraoperatives 3T MRT-Gerät, ein 3T PET-MRT in Kooperation mit der Nuklearmedizin
  • Computertomographen (CT): Ein 128-Zeilen-CT-Gerät und ein intraoperatives 64-Zeilen CT-Gerät
  • Angiographie (DSA): Eine ultramoderne biplanare Flachdetektor-Angiographieanlage
  • Zusätzlich steht ein Ultraschallgerät und ein 7T Experimentalscanner zur Verfügung.

 

Behandlungsschwerpunkte

Das Aufgabengebiet der Neuroradiologie umfasst sowohl die Diagnostik als auch die minimal-invasive Therapie von Erkrankungen des Gehirns und der Wirbelsäule mit Hilfe bildgebender Verfahren. Ferner behandeln wir Patienten präventiv, bei denen eine Erkrankung droht, das Gehirn aber noch nicht unmittelbar geschädigt ist (z.B. drohender Schlaganfall). Wesentliche Schwerpunkte der Abteilung sind:

 

Diagnostik von Erkrankungen des Gehirns und der Wirbelsäule
Mittels Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), Angiographie und Myelographie untersuchen wir Patienten mit sämtlichen Erkrankungen des Nervensystems. Mit Hilfe modernster Geräte lassen sich nicht nur anatomische Strukturen, sondern auch die Hirndurchblutung, Stoffwechselprozesse und die Faserbahnen des Gehirns darstellen.

 

Katheter-basierte minimal-invasive Therapie von akuten Schlaganfällen und Hirnblutungen (z.B. durch Aneurysmen und Gefäßfehlbildung/AVM)
Über minimal-invasive Kathetermethoden behandeln wir Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirns und der Wirbelsäule besonders gewebeschonend. Für Notfälle stehen Experten über eine Rufbereitschaft rund um die Uhr bereit.

 

Schlaganfall-Prävention ( u.a. Stent-Behandlung) bei Verengungen der Halsschlagader und der Blutgefäße des Gehirns
Oft lässt sich ein drohender Schlaganfall durch eine therapeutische Weitung („Stenting“) von verengten Gefäßen verhindern.

 

Vielfältige Therapieplanung bei Hirntumoren
Mit modernen funktionellen bildgebenden Methoden lassen sich operative Eingriffe am Gehirn genauer planen und im Verlauf kontrollieren. Mit diesen Methoden ist es außerdem möglich, sehr genaue Informationen über den Stoffwechsel und die Durchblutung von Tumoren zu bekommen, ohne dafür eine Gewebeentnahme (Biopsie) vornehmen zu müssen. Dank modernster Geräte, die während der Operation zum Einsatz kommen, können wir hirnchirurgische Eingriffe genauestens überwachen.

 

Diagnostik und Therapiemonitoring bei Multipler Sklerose (MS)
Eingebunden in das nationale „Kompetenznetzwerk MS“ wenden wir moderne Bildgebungsmethoden an und entwickeln diese kontinuierlich weiter. So können wir Multiple Sklerose frühzeitig erkennen und optimal nach neuesten Studien behandeln.

 

Untersuchungen der Funktion des Gehirns
Mit der sogenannten funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) lässt sich nicht nur die Struktur, sondern auch die Funktion des gesunden und des erkrankten Gehirns untersuchen. Diese Untersuchungen können zur besseren Diagnostik und Therapieplanung von verschiedenen Erkrankungen des Gehirns beitragen.

 

Lokale bildgestützte Schmerztherapie an der Wirbelsäule
Über minimal-invasive Techniken lassen sich oft vorübergehend oder auch langfristig Schmerzen an der Wirbelsäule behandeln.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Die Abteilung für Neuroradiologie betreibt sowohl klinisch-angewandte Forschung als auch Grundlagenforschung im Bereich der Neurowissenschaften. Dazu kooperieren wir mit zahlreichen regionalen, nationalen und internationalen Partnern. In den einzelnen Forschungsgruppen arbeiten Mediziner und Naturwissenschaftler fachübergreifend zusammen.

 

Forschungsgruppen und Forschungsprojekte
Im Mittelpunkt steht eine Forschungsgruppe, die sich mit neuen Verfahren zur Untersuchung der Hirnfunktion und von Hirnnetzwerkstrukturen bei verschiedenen Erkrankungen des zentralen Nervensystems beschäftigt. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die vielfältige biologische Bildgebung von Hirntumoren, Multipler Sklerose und Rückenschmerzen. Ferner arbeiten wir an der Weiterentwicklung von minimal-invasiven Kathetertechniken bei Erkrankungen von Blutgefäßen des Gehirns (zerebrovaskuläre Erkrankungen), der molekularen Bildgebung und an zahlreichen weiteren Forschungsprojekten, meist in Kooperation mit Partnern aus dem Universitätsklinikum rechts der Isar. Weitere Informationen zu unseren Forschungsgruppen entnehmen Sie bitte der Webseite des Neuro-Kopf-Zentrums. Die Bildgebungsgruppe beherbergt auch eines der zwei MRT-Zentren der Bayerischen Entwicklungsstudie (BEST)

 

Auftragsforschung / Industriestudien
Die Abteilung für Neuroradiologie stellt ihr Know-how außerdem externen Interessenten, z.B. aus der Industrie, als Dienstleistung zur Verfügung, etwa für Wirksamkeitsstudien von Medikamenten. Dabei gewährleisten wir eine große Expertise bei der Durchführung von nationalen und internationalen Studien.

 

Publikationen und Auszeichnungen unserer Mitarbeiter entnehmen Sie bitte der Webseite des Neuro-Kopf-Zentrums. 

Back to top