04.08.2026
Weitere 35,4 Millionen Euro für Comprehensive Cancer Center

Deutsche Krebshilfe baut Netzwerk der Spitzenmedizin weiter aus

Bonn (ast) – Die Deutsche Krebshilfe setzt ihre Förderung der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCCs) fort und entwickelt dieses Netzwerk konsequent weiter.
Haupteingant TranslaTUM

Mit den Universitätskliniken Kiel, Lübeck und Mannheim werden drei neue Standorte als Teile von CCC-Verbünden in das Förderprogramm aufgenommen. Damit profitieren auch hier zukünftig Krebspatientinnen und -patienten von der Arbeit eines CCCs. Für die Weiterförderung mehrerer Zentren hat die Deutsche Krebshilfe insgesamt 35,4 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre bereitgestellt.
 

Nach Empfehlung durch eine internationale Gutachterkommission fördert die Deutsche Krebshilfe folgende CCCs und CCC-Verbünde für die nächsten vier Jahre weiter:
 

  • Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf (CIO ABCD)
  • Dresden (UCC/NCT Dresden)
  • Hamburg /Kiel/Lübeck (CCC Nord)
  • Heidelberg/Mannheim (CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim)
  • Leipzig/Jena (Mitteldeutsches Krebszentrum)
  • München (CCC MünchenLMU/TUM)
  • Würzburg/Erlangen/Regensburg/Augsburg (CCC Allianz WERA)

 

Mit dieser Entscheidung stärkt die Deutsche Krebshilfe die CCCs als zentrale Strukturen der onkologischen Spitzenmedizin. Hier behandeln interdisziplinäre Teams Krebspatientinnen und -patienten Leitlinien-gerecht sowie nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, erarbeiten über die Forschung Innovationen für die Weiterentwicklung der Versorgung und ermöglichen Patienten den Zugang zu innovativen Therapie- und Behandlungsmethoden. Rund 250.000 Betroffene profitieren jährlich von diesem hohen Versorgungsniveau.

„Moderne Krebsmedizin nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Medizin darf jedoch nicht nur durch die CCCs sichergestellt werden. Das Ziel der Deutschen Krebshilfe ist es, dass alle Krebserkrankten hierzulande von der Expertise der Spitzenzentren profitieren – unabhängig davon, wo sie behandelt werden. Dafür verzahnen wir Wissen, Strukturen und Akteure eng miteinander “, sagt Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe.

Das gelingt auch durch weitere Förderprogramme der Deutschen Krebshilfe wie ONCOnnect und Modelle für eine optimierte, dezentrale onkologische Versorgung. Die Programme sind Anstöße zur besseren Vernetzung und binden regionale Kliniken sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte direkt an die CCCs an. Damit sollen vor allem neue wissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse schneller in die wohnortnahe Versorgung gelangen, so auch in ländlichen Gebieten.

 

CCCs fungieren als Innovationsschmieden

Die CCCs setzen Maßstäbe in der Patientenversorgung. Die stetige Weiterentwicklung und Vernetzung der Zentren untereinander ermöglicht es der Deutschen Krebshilfe zudem, weitere wichtige Aspekte der Versorgung strukturiert zu verbessern und flächendeckend zu verankern:
 

  • Das Train-the-Trainer-Programm TrainKommOnko soll neue Standards in der Arzt-Patienten-Kommunikation setzen, die der Deutschen Krebshilfe verbesserungswürdig erscheint. Ausgehend von den CCCs werden onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte sowie Fachkräfte anderer Gesundheitsberufe zu Kommunikationstrainern ausgebildet. Als Multiplikatoren geben sie ihr Wissen an Kollegen weiter und stärken an ihren Einrichtungen eine professionelle, zugewandte Gesprächskultur im Umgang mit Menschen mit Krebs. Weitere Informationen zu diesem Programm sind im aktuellen Geschäftsbericht der Deutschen Krebshilfe einsehbar.
     
  • Mit dem Second Opinion Oncology Service (S.O.O.S.) entwickeln die CCCs derzeit mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe zudem ein bundesweites strukturiertes Angebot für ärztliche Zweitmeinungen, das es bisher nicht gibt. Patientinnen und Patienten können sich bei ihrer Diagnose und ihren anstehenden Therapieentscheidungen in Zukunft eine zusätzliche fachliche Einschätzung aus den CCCs einholen.