14.07.2026
Digitale Plattform „2036 – Gesund mit KI?“ ist online

Medizin-KI zehn Jahre in die Zukunft gedacht

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin. Aber wie wird sich das in den nächsten Jahren direkt auf uns auswirken? Ein Projekt von M1 – Munich Medicine Alliance wagt einen Blick in die Zukunft. Anhand fiktiver Krankengeschichten schildern Expertinnen und Experten, wie Prävention, Diagnose und Therapie im Jahr 2036 aussehen könnten. Das Projekt wird im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2026 – Medizin der Zukunft vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Symbolbild Künstliche Intelligenz in der Medizin
Wie profitieren Patientinnen und Patienten in zehn Jahren von Fortschritten in der Medizin-KI? Dieser Frage widmet sich die neue digitale Plattform gesund-mit-ki.de. Forschende der TUM, der LMU, der beiden Münchner Universitätsklinika und von Helmholtz Munich haben für dieses Angebot von M1 - Munich Medicine Alliance ihr Wissen zur Verfügung gestellt. © Smarterpix

Die digitale Plattform ist ab sofort unter https://gesund-mit-ki.de/ abrufbar. Nutzerinnen und Nutzer finden dort konkrete Alltagsszenarien aus fünf Lebensphasen. Wie begleiten intelligente Wearables im Jahr 2036 Clara, 34, und ihr ungeborenes Kind durch die Schwangerschaft? Wie hilft KI, die seltene Erkrankung der 16-Jährigen Lena zu erkennen? Wie rettet KI dem 55-jährigen Sebastian nach einem Schlaganfall das Leben? Wie unterstützen Assistenzroboter in zehn Jahren hilfsbedürftige Menschen im Alter?

Jede der Geschichten basiert auf dem Wissen von Expertinnen und Experten der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und von Helmholtz Munich. Grundlage ist jeweils der aktuelle Stand der Forschung. Neben den konkreten Fallgeschichten beantworten die Forschenden auch weiter gefasste Fragen wie „Werden kranke Menschen in Zukunft schon vor der Geburt aussortiert?“ oder „Wie werden künftig Medikamente entwickelt?“. In den kommenden Wochen werden die Inhalte der Seite laufend ergänzt.

Inhalte wurden im Dialog entwickelt

Eine Besonderheit der Plattform ist, dass viele der Themen vorab gemeinsam mit interessierten Menschen in Workshops entwickelt wurden. Erklärtes Ziel dabei ist, einer breiten Öffentlichkeit die Potenziale, Grenzen und Auswirkungen von KI-Anwendungen verständlich zu machen. Das Projekt wurde bereits auf dem „Festival der Zukunft“ vorgestellt, weitere öffentliche Veranstaltungen sollen folgen.

Die M1-Partner (TUM, LMU und ihre Universitätsklinika sowie Helmholtz Munich) kooperieren für das Projekt mit dem Wort & Bild Verlag (u. a. apotheken-umschau.de).