Innovative Krebsforschung: 2,2 Mio. Förderung für Dr. Alexander Biederstädt
Das Emmy Noether-Programm zählt zu den zentralen Förderlinien für exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Deutschland. Es ermöglicht herausragenden Forschenden, frühzeitig wissenschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen und innovative Projekte auf internationalem Niveau zu verfolgen. Die Auswahl erfolgt in einem anspruchsvollen, mehrstufigen Begutachtungsverfahren.
Im Mittelpunkt der Forschung von Dr. Biederstädt steht die Entwicklung der nächsten Generation zellulärer Immuntherapien bei Krebserkrankungen. Dabei werden körpereigene Abwehrzellen gezielt so verändert, dass sie Tumorzellen effektiver erkennen und bekämpfen können.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung moderner Genom-Editierungstechnologien, mit denen sich die Funktion und Ausdauer von Immunzellen präzise verbessern lassen. Ziel ist es, neue Ansätze zu entwickeln, die insbesondere bei bislang schwer behandelbaren Krebserkrankungen wirksam sind – etwa bei akuten Leukämien, aggressiven Lymphomen sowie soliden Tumoren, darunter Brust-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs.
„Wir versuchen zu verstehen, welche genetischen Programme die Leistungsfähigkeit von Immunzellen bei Krebserkrankungen bestimmen und wie wir diese gezielt verbessern können“, sagt Dr. Biederstädt.
Die zugrunde liegende Arbeit wurde in Cancer Cell veröffentlicht und ist hier abrufbar.
Die Arbeiten sind eng in das translationale Umfeld des TranslaTUM und der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III eingebettet und verfolgen das Ziel, neue wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in die klinische Anwendung zu überführen. Langfristig sollen so neue Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten entstehen.
Mit der Einwerbung der Emmy Noether-Förderung stärkt das TUM Klinikum seine Position als Standort für innovative Krebsforschung und unterstreicht die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung.