07.04.2026
Emmy Noether-Programm der DFG

Innovative Krebsforschung: 2,2 Mio. Förderung für Dr. Alexander Biederstädt

Dr. Alexander Biederstädt, Arzt und Wissenschaftler an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des TUM Klinikums, hat erfolgreich eine Förderung im Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben: Mit einem Fördervolumen von rund 2,2 Millionen Euro baut er am Krebsforschungszentrum TranslaTUM eine eigene, unabhängige Forschungsgruppe auf, die an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III verankert ist.
Dr. Alexander Biederstädt
Dr. Alexander Biederstädt, Arzt und Wissenschaftler an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des TUM Klinikums, erhält eine Förderung über rund 2,2 Millionen Euro für innovative Krebsforschung im Rahmen des Emmy Noether-Programms. © Kathrin Czoppelt, TUM Klinikum

Das Emmy Noether-Programm zählt zu den zentralen Förderlinien für exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Deutschland. Es ermöglicht herausragenden Forschenden, frühzeitig wissenschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen und innovative Projekte auf internationalem Niveau zu verfolgen. Die Auswahl erfolgt in einem anspruchsvollen, mehrstufigen Begutachtungsverfahren.

Neue Strategien für die Krebsimmuntherapie

Im Mittelpunkt der Forschung von Dr. Biederstädt steht die Entwicklung der nächsten Generation zellulärer Immuntherapien bei Krebserkrankungen. Dabei werden körpereigene Abwehrzellen gezielt so verändert, dass sie Tumorzellen effektiver erkennen und bekämpfen können.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung moderner Genom-Editierungstechnologien, mit denen sich die Funktion und Ausdauer von Immunzellen präzise verbessern lassen. Ziel ist es, neue Ansätze zu entwickeln, die insbesondere bei bislang schwer behandelbaren Krebserkrankungen wirksam sind – etwa bei akuten Leukämien, aggressiven Lymphomen sowie soliden Tumoren, darunter Brust-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs.

„Wir versuchen zu verstehen, welche genetischen Programme die Leistungsfähigkeit von Immunzellen bei Krebserkrankungen bestimmen und wie wir diese gezielt verbessern können“, sagt Dr. Biederstädt. 

Die zugrunde liegende Arbeit wurde in Cancer Cell veröffentlicht und ist hier abrufbar.

 

Natürliche Killerzellen greifen eine Krebszelle an. © MD Anderson Cancer Center
Natürliche Killerzellen greifen eine Krebszelle an. © MD Anderson Cancer Center
Brücke zwischen Forschung und Klinik

Die Arbeiten sind eng in das translationale Umfeld des TranslaTUM und der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III eingebettet und verfolgen das Ziel, neue wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in die klinische Anwendung zu überführen. Langfristig sollen so neue Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten entstehen.

Mit der Einwerbung der Emmy Noether-Förderung stärkt das TUM Klinikum seine Position als Standort für innovative Krebsforschung und unterstreicht die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung.