Klinik und Poliklinik für

Innere Medizin I: Kardiologie

Wir sind spezialisiert auf Kardiologie, Angiologie und Pneumologie - also auf Herz-, Gefäß- und Lungenerkrankungen. Unsere Experten behandeln mit innovativen Therapien Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und der Gefäße, die Klappen und den Rhythmus des Herzens sowie alle Lungenleiden.

Sprechstunden 

Eine Übersicht über sämtliche Sprechstunden, Ambulanzen und Informationen zu den Stationen finden Sie auf der eigenen Webseite der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I. Beachten Sie bitte, dass für die Behandlung in unserer Klinik eine Überweisung durch Ihren Hausarzt oder Facharzt nötig ist. Für die Ambulanz für Privatpatienten ist keine Überweisung notwendig. Wir bitten Sie zu Ihrem Termin immer alle relevanten Vorbefunde (aktuellen Medikamentenplan, Laborwerte usw.) vom niedergelassenen Hausarzt oder Fachärzten mitzubringen.

 

Kardiologie

Ein Team aus Ärzten und Pflegekräften setzt sich 24 Stunden am Tag sieben Tage in der Woche für Ihr Herz ein. Unsere Leistungen umfassen das gesamte Spektrum an Herz- und Gefäßinterventionen auf dem aktuellsten medizinischen und wissenschaftlichen Stand. Ferner führen wir endovaskuläre Verfahren durch, wie der Herzklappenersatz über die Leiste (TAVI), die Raffung der Mitralklappe mittels Katheter (Mitralclipping), der Verschluss des linken Vorhofohrs bei Herzflimmern (Watchman) und die moderne Elektrophysiologie.

Zu den Sprechzeiten und der Webseite der Kardiologie.

 

Angiologie

Unser Leistungsspektrum der Gefäßmedizin (Angiologie) unter der Leitung von Prof. Dr. Tareq Ibrahim umfasst die moderne Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße. Für Patienten mit Durchblutungsstörungen bieten die Gefäßspezialisten unserer Klinik in den Katheterlaboren die gesamte Bandreite der modernsten endovaskulären Therapieverfahren an. Dazu gehört z. B. die minimal-invasive (perkutane) Versorgung von Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) im Becken-, Ober- und Unterschenkelbereich und der Venen.

Zu den Sprechzeiten und der Webseite der Angiologie.

 

Pneumologie

Die Pneumologie (Lungenheilkunde) behandelt alle Erkrankungen der Atmungsorgane. Unser Team führt Bronchoskopien (Lungenspiegelungen), endoskopische Lungenvolumenreduktion und Atemwegsrekonstruktionen durch. Patienten mit Lungenkarzinom (Lungenkrebs) behandeln wir in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Kollegen der Thoraxchirurgie, Onkologie und Strahlentherapie unter dem Dach des Roman-Herzog-Krebszentrums.

Zu den Sprechzeiten und der Webseite der Pneumologie.

 

Über Uns

Die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Ludwig Laugwitz und seinem Team aus acht Oberärzten, 15 Fachärzten und 26 Assistenzärzten ist spezialisiert auf die Fachbereiche Kardiologie (Herzerkrankungen) inklusive kardiologischer Intensivmedizin, Angiologie (Gefäßerkrankungen) und Pneumologie (Lungenerkrankungen). Zu den häufigsten von uns behandelten Herzerkrankungen zählen Angina pectoris (Brustenge), koronare Herzkrankheit (KHK), Herzschwäche und Herzinfarkt. Selbstverständlich therapieren wir unsere Patienten in sämtlichen Fachbereichen nach innovativen Diagnostik- und Therapieverfahren und sind als Universitätsklinik hochaktiv in Wissenschaft und Forschung.

 

Ausstattung und Service

Die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I verfügt über drei vollausgestattete Stationen und eine Tagesklinik. Unsere internistische Intensivstation ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als „Chest-Pain-Unit“ zertifiziert (Spezialstation für Patienten mit akuten Brustschmerzen). Das engagierte Team aus spezialisierten Ärzten und Pflegekräften stellt eine umfassende und individuelle Versorgung unserer Patienten sicher. Für Diagnostik und Therapie stehen verschiedene Katheterlabore, Herzultraschall-Untersuchungsplätze (UKG) und weitere spezialisierte Einrichtungen bereit.

 

Behandlungsschwerpunkte

In den Katheterlaboren der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I werden pro Jahr mehr als 3.500 Herzeingriffe durchgeführt. Überregional besitzt die Klinik als zertifizierte Einheit der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie eine besondere Bedeutung in der Versorgung des akuten Koronarsyndroms. Unsere Behandlungsschwerpunkte:

Interventionelle Kardiologie (Eingriffe am Herzen)

  • Herzeingriffe, die spezielle Techniken zur Gefäßerweiterung (Rotablation) oder Wiedereröffnung von Gefäßen (Rekanalisation) chronischer Koronarverschlüsse (CTO) erfordern.
  • Hochrisiko-Eingriffe am Herzen, die nur unter Verwendung von Kreislauf-Unterstützungssystemen (ECMO, Impella) vertretbar sind.
  • Implantation von Vorhofohr-Verschlußsystemen (Watchman) bei Patienten mit Vorhofflimmern und Gegenanzeige zur oralen Blutverdünnung.
  • Einpflanzung von Verschlusssystemen bei atrialen und ventrikulären (Ventrikel = Kammer) Kurzschlussverbindungen.

 

Strukturelle Herzerkrankungen (TAVI, Mitral-Clipping)

  • Die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) ist ein neuartiges Verfahren zur Behandlung hochgradiger Aortenstenosen (Herzklappenfehler). Hierbei handelt es sich um eine alternative Behandlungsoption für Patienten, für die wegen Begleiterkrankungen oder aufgrund ihres hohen Alters keine Operation unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine in Frage kommt.
  • Die Mitralklappeninsuffizienz ist eine häufige Herzerkrankung. Es gibt Patienten, bei denen ein herzchirurgischer Eingriff aus medizinischen Gründen mit einem zu hohen Risiko einhergeht. Das Mitralclipping-Verfahren stellt eine Alternative dar.

 

Komplexe Herzrhythmusstörungen

  • Elektrophysiologische Diagnostik bei Herzrhythmusstörungen mit zu hohem oder zu niedrigem Herzschlag (Tachykardie bzw. Bradykardie).
  • Kathterablation bei tachykarden Herzrhythmusstörungen (Herzrasen) auch für elektrisch instabile Patienten.
  • Kathterablation bei Patienten mit anfallsartigem oder andauerndem Vorhofflimmern.

 

Implantationen von Schrittmachern / ICD

  • Implantation von Herzschrittmachern / ICD unter Einschluss der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT, sogenannte Dreikammerschrittmacher).
  • Wechsel und Revision von Herzschrittmachern / ICD oder anderer elektrophysiologischer Systeme.
  • Implantation verschiedener Herzschrittmacher, u. a. die Kardiokapsel „Micra“, dem mit nur zwei Zentimetern Länge derzeit kleinsten Herzschrittmacher der Welt.
  • Implantation von Event Recordern zur Aufzeichnung von Herzrhythmusstörungen.
  • Funktionskontrolle implantierter Kardioverter-Defibrillatoren (ICD).

 

Interventionelle Angiologie (Eingriffe an den Gefäßen)

Unser endovaskuläres Therapiespektrum der hirnversorgenden und sämtlicher peripherer Arterien sowie der Venen umfasst:

  • Ballondilatation, perkutane transluminale Angioplastie (PTA)
  • Implantation von Gefäßstützprothesen (Stents)
  • Abtragung von Gefäßplaque (sogenannte Atherektomie)
  • Medikamenten-beschichtete Ballondilatation
  • Lyse-Therapie bei akuter Venenthrombose
  • Katheter-Lyse bei akuter Lungenembolie
  • Venen-Stenting bei post-thrombotischem Syndrom

 

Pneumologie

  • Bronchologie
  • endoskopischen Lungenvolumenreduktion und  Atemwegsrekonstruktionen
  • Alpa1-Antitrypsinmagel
  • Lungenemphysem, Lungenfibrose, Sarkoidose oder Lungenhochdruck

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Interventionelle Kardiologie: Die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I und das Deutsche Herzzentrum München beschäftigen sich mit wichtigen Themen zur Verbesserung der Therapieoptionen der koronaren Herzerkrankung. Wir forschen sowohl experimentell als auch in einer Vielzahl klinischer Studien – teilweise mit Studienbeteiligung aus Europa und USA.

Behandlungsstrategien zur Vermeidung von Restenosen: Als Stenose bezeichnet man die Verengung von Blutgefäßen. Nach einer Behandlung kann es zu einer Wiedereinengung (Restenose) kommen. Um das zu vermeiden, wird die Stenttechnologie stetig weiter optimiert; medikamentenfreisetzende Stents und Stents mit speziellen Beschichtungssystemen werden entwickelt und getestet. Auch die Begleittherapie mit Arzneimitteln ist ein wichtiges Forschungsfeld.

Analyse des Einflusses genetischer Faktoren auf den Erfolg und klinischen Verlauf nach der Behandlung von Herzerkrankungen.

Beurteilung entzündlicher Prozesse im akuten Myokardinfarkt (Herzinfarkt) im Hinblick auf prognostische Faktoren mittels kombiniertem PET-MRT – einem hochmodernen bildgebenden Verfahren aus der Nuklearmedizin.

Schwerpunkte der Forschung in der Gefäßmedizin sind die Charakterisierung der Plaque-Zusammensetzung sowie funktionelle Bestimmungen von peripheren Gefäßverengungen mittels moderner bildgebender Verfahren (CT, PET / MRT, optoakustische Tomographie). Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Bestimmung der Plätzchenfunktion bei peripherer Stentthrombose und akuter Venenthrombose sowie mit endovaskulären Therapien bei arteriellen Gefäßerkrankungen sowie chronischen Venenverschlüssen im Rahmen des postthrombotischen Syndroms.

Die Grundlagenforschung des Lehrstuhl für Regenerative Medizin bei kardiovaskulären Erkrankungen (Lehrstuhlinhaberin: Prof. Dr. Alessandra Moretti) und die Arbeitsgruppe Molekulare Interventionen (Prof. Dr. Christian Kupatt) befassen sich mit der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf molekularer Ebene.

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