Institut für Diagnostische und Interventionelle

Radiologie

Wir versorgen unsere Patienten mit modernsten radiologischen Techniken auf höchstem Niveau. Schwerpunkte sind die Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Herz-Kreislauf-Systems, von entzündlichen Erkrankungen und Tumoren sowie deren bildgesteuerte Therapie.

Sprechstunden

Mo - Do: 9 - 15.30 Uhr
Freitag: 9 - 14 Uhr

Terminvergabe
Tel. 089 / 4140 - 6650 oder - 6651

Sekretariat Prof. Ernst J. Rummeny
Mo - Fr: 9 - 15 Uhr
Tel. 089 / 4140 - 2621
E-Mail: radiologieatmri.tum.de

Befundanforderung
Tel. 089 / 4140 - 2640

 

Über uns

Das Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie führt Untersuchungen mittels Ultraschall, konventioneller Röntgentechnik, CT und MRT durch und wertet diese aus. Es wird von Prof. Dr. Ernst J. Rummeny geleitet, der vom Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Pflege als Botschafter gegen den Krebs ausgezeichnet wurde. Besondere Schwerpunkte liegen im Bereich der Diagnostik von Erkrankungen des Bauchraums, des Bewegungsapparates einschließlich der Gelenke, der Brust und des Herz-Kreislauf-Systems. Hierzu stehen alle modernen Verfahren der Bildgebung und erfahrene Spezialisten zur Verfügung.

Die interventionelle Radiologie ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Instituts. Interventionell bedeutend „eingreifend“. So behandeln wir z. B. Tumor- oder Gefäßerkrankungen minimal-invasiv oder entnehmen Gewebeproben, um eine Diagnose zu sichern. Die Eingriffe erfolgen ebenfalls durch erfahrene Spezialisten in enger Abstimmung mit den klinischen Kollegen, welche die Patienten ambulant und stationär betreuen. 

Von besonderer Bedeutung für Brustkrebspatientinnen ist unsere Abteilung für bildgebende und interventionelle Mammadiagnostik

 

Ausstattung und Service

Uns stehen modernste Geräte der radiologischen Diagnostik und für die bildgesteuerte Therapie zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um drei moderne CT-Geräte mit breiten Detektoren für schnelle Untersuchungen einschließlich eines der weltweit ersten im klinischen Betrieb eingesetzten CTs für sogenannte spektrale Untersuchungen. Diese liefern mehr Information über das untersuchte Gewebe bei vergleichbarer Strahlendosis. MRTs mit Feldstärken von 1,5 und 3 Tesla erlauben hochauflösende und funktionelle Untersuchungen aller Organe.

Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir bei Kontrastmittel-gestützten MR-Untersuchungen – z. B. auch der Brust (Mamma) inklusive MR-gesteuerter Biopsie sowie von Artefakt-reduzierten MRT-Untersuchungen bei Metallimplantaten. Für unsere eingreifenden Verfahren stehen neben den CT- und Ultraschallgeräten zwei moderne Angiographieanlagen zur Verfügung. Eine enge Verbindung mit der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie und der Klinik für Nuklearmedizin ist gegeben.

 

Behandlungsschwerpunkte

Neben den diagnostischen Verfahren sind die Behandlungsschwerpunkte die Entfernung von Tumoren, die Schmerztherapie sowie die Wiedereröffnung von verschlossenen Gefäßen. Dabei erfolgen die therapeutischen Eingriffe in enger Absprache mit den klinischen Kollegen.

Tumortherapie

  • Ablation (Verödung / Abtragung)
    Wir nehmen Verödungen von gutartigen, aber oft sehr schmerzhaften Osteoidoteomen (Knochentumoren) vor sowie von bösartigen Leber- und Nierentumoren und Metastasen in diesen Organen.
     
  • Radiofrequenzablation (RFA) und Irreversible Elektroporation (IRE)
    Tumore und Metastasen können bei begrenzter Anzahl – z.B. weniger als fünf – an geeigneter Stelle und bis zu einer Größe von ca. 4 Zentimetern durch Radiofrequenzablation (RFA) oder Irreversible Elektroporation (IRE) behandelt werden. Diese Verfahren sind besonders geeignet, wenn eine Operation nicht in Betracht kommt. Die Therapien erfolgen bildgesteuert mittels CT oder Ultraschall: Bei der RFA wird über eine in den Tumor eingebrachte Sonde Strom geleitet, die so die Umgebung erwärmt. Durch die Hitzeschädigung werden die Tumorzellen zerstört. Dieses Verfahren wird schon länger eingesetzt und zahlreiche Studien zeigen seinen Erfolg und hohe Sicherheit. Bei der IRE werden Sonden in den Tumor eingebracht und mittels kurz-gepulster, elektrischer Felder Poren in die Zellwand von Tumorzellen gestanzt. Ab einer bestimmten Porengröße sterben diese Zellen ab (Apoptose). Dieses Verfahren ist noch relativ neu, so dass größere Studien noch nicht vorliegen.
     
  • Tumorembolisation
    Unter Tumorembolisation versteht man den künstlichen Verschluss von Tumoren mit Partikeln. Diese sind entweder mit einem Chemotherapeutikum (Chemoembolisation) oder mit radioaktiven Partikeln (SIRT) beladen. An einem Angiographiegerät (Gerät zur Gefäßdarstellung) wird ein Katheter bis kurz vor den Tumor gelegt. Dann wird die entsprechende Substanz so über diesen Katheter gespritzt, dass sie sich zum größten Teil im Tumor anreichert. Für dieses Verfahren müssen Voruntersuchungen mit CT oder MRT vorliegen.
     
  • Perkutane transluminale Angioplastie (PTA)
    Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der minimal-invasiven Therapie von Gefäßverschlüssen. In enger Kooperation mit den Kollegen der Gefäßchirurgie und Angiologie behandeln wir Patienten mit arteriosklerotisch bedingten Gefäßverschlüssen (PAVK). Die Erweiterung von Gefäßverengungen oder die Wiedereröffnung von Gefäßverschlüssen erfolgt bildgesteuert mit einem Katheter. Dieses Verfahren heißt perkutane transluminale Angioplastie (PTA). Auch diese Eingriffe erfolgen in unserem Institut auf höchsten Niveau durch sehr erfahrene Kollegen.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Die Forschung ist für uns als universitäres Institut neben Krankenversorgung und Lehre von zentraler Bedeutung. Unsere interdisziplinären Forschungsteams arbeiten in Kooperation mit den Kliniken sowie weiteren Lehrstühlen der Technischen Universität München daran, neue diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln und zu optimieren. Unser Institut wird dabei u. a. vom European Research Council, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Einige Schwerpunkte

  • Weiterentwicklung von CT- und Röntgenverfahren zur präziseren Diagnostik und Minderung der Strahlendosis. Spektral-CT-Bildgebung u.a., um die Gefäß- und Tumordiagnostik zu verbessern. Phasenkontrast-Bildgebung zur optimierten Diagnostik von Lungenleiden und anderen Erkrankungen.
  • MRT-Bildgebung: MR-physikalische Grundlagenforschung, Optimierung von MRT-Untersuchungen des Bewegungsapparates und von Stoffwechselstörungen.
  • Molekulare Bildgebung von Tumoren und zur Beurteilung des Erfolgs von neuen Tumortherapien (z. B. Virotherapie).
  • Optimierung der Früherkennung von Arthrose und Osteoporose sowie der Diagnostik weiterer Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen.

Eine vollständige Übersicht über unsere Forschungstätigkeit finden Sie auf der eigenen Webseite des Instituts für Radiologie.

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