Roman-Herzog-Krebszentrum

Tumortherapiezentrum

Das Tumortherapiezentrum (TTZ) des Roman-Herzog-Krebszentrums ist die zentrale Ambulanz für alle Patienten mit Krebsdiagnose. Hier werden alle Behandlungsformen wie Chemotherapie, Operation oder Bestrahlung interdisziplinär und individuell aufeinander abgestimmt.

Sprechstunden

Mo - Fr: 8 – 16 Uhr

Zentrale Anmeldung im Roman-Herzog-Krebszentrum
Tel. 089 / 4140 - 7707
E-Mail: infoatcancercenter.de

Chemotherapie (Klinik für Innere Medizin III)
Tel. 089 / 4140 - 4107

Operation (Klinik für Chirurgie)
Tel. 089 / 4140 - 2095

Bestrahlung (Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie)
Tel. 089 / 4140 - 4510

 

Über uns

Das Tumortherapiezentrum ist Bestandteil des Roman-Herzog-Krebszentrum – Comprehensive Cancer Center (RHCCC). Wir sind ein Zusammenschluss von 35 Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums rechts der Isar. Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Herschbach bilden wir mit dem Comprehensive Cancer Center der LMU das sogenannte Comprehensive Cancer Center München (CCC), eines von dreizehn zertifizierten deutschen onkologischen Spitzenzentren.

Unsere hochqualifizierten, spezialisierten Mitarbeiter aller Abteilungen stellen von Einzelfall zu Einzelfall die bestmöglichen multimodalen Therapiekonzepte bei Krebserkrankungen jeder Art. Bei uns sind Patienten richtig, die die Diagnose Krebs neu erhalten haben und sich über die weitere Behandlung noch nicht sicher sind. Genauso sind wir Ansprechpartner, wenn es um spezielle Therapieformen oder die standardisierte Tumornachsorge geht.

 

Ausstattung und Service

Wir behandeln jährlich rund 16.000 Patienten mit Krebs - die erste Anlaufstelle ist dabei in der Regel das Tumortherapiezentrum. Hier erstellen erfahrene Ärzte der Hämatologie bzw. Onkologie, Strahlentherapie, Chirurgie, Gastroenterologie, Gynäkologie, Urologie und Psychoonkologie gemeinsam einen Therapieplan. Bei Bedarf wird jeder Patient mit Tumorerkrankung in einer interdisziplinären Konferenz besprochen, dem sogenannten Tumorboard. Regelmäßgie Tumorboards sind z. B. die Konferenzen für viszerale bzw. gastrointestinale Tumoren, Tumoren der Leber oder Lunge, die Strahlentherapiekonferenz, das HNO- und Mund-Kiefer-Gesicht-Tumorboard sowie die gynäkologischen, orthopädischen, neurochirurgischen, urologischen und endokrinen Tumorboards.

 

Behandlungsschwerpunkte

Gastroinstinale Tumore
Tumore des Verdauungstrakts kommen relativ häufig vor in Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm, Leber, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse. Oft stellt ein multimodales Therapiekonzept die beste Wahl dar, bestehend aus Chemotherapie und / oder Bestrahlung sowie einer Operation. Wir beraten unsere Patienten detailliert über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

 

Hämatoonkologie
Blutkrebs (akute und chronische Leukämie) wie auch Lymphdrüsenkrebs (Lymphome, Morbus Hodgin und Non-Hodgin-Lymphome) können in aller Regel konservativ, d. h. ohne Operation, behandelt werden. Seltenere Tumore, die ebenfalls einer hämato-onkologischen Therapie bedürfen, sind z. B. multiples Myelom (Plasmozytom), kleinzelliges und nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (Lungenkrebs), chronische myeloproliferative Erkrankungen, myelodysplastische Syndrome (MDS) und gastrointestinale Stromatumore (GIST).

 

Strahlentherapie
Etwa 50 Prozent aller Krebspatienten können heutzutage geheilt werden - die Hälfte der geheilten Patienten wiederum erhielt eine Strahlentherapie. Am Universitätsklinikum rechts der Isar stehen alle modernen Geräte und Methoden zur Verfügung, einschließich Linearbeschleuniger mit Multileafkollimatoren und Verifikationssystemen, Stereotaktische Strahlentherapie / Radiochirurgie (3-D-Strahlentherapie), HDR-Afterloadingtherapiegerät für endoluminale und interstitielle Brachytherapie sowie Neutronentherapie.

 

Tumornachsorge
Geheilte Tumorpatienten tragen innerhalb der nächsten Jahre immer noch ein etwas erhöhtes Risiko für einen Rückfall in sich. Für sie ist eine regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Wir bieten daher spezielle auf jede Tumorerkrankung zugeschnittene Nachsorgeprogramme an, bei denen wir die Patienten in regelmäßigen Abständen kontaktieren und zu Kontrolluntersuchungen einladen. So müssen Sie sich als Patient um nichts kümmern und brauchen keine Angst zu haben, einen Termin zu verpassen.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Die aktuellsten internationalen Ergebnisse von klinischer und grundlagenwissenschaftlicher Forschung intergrieren wir gleichermaßen in die tägliche Behandlungspraxis wie unsere klinikeigenen Forschungsschwerpunkte. Wissenschaftliche Studien betreut das Münchner Studienzentrum, das ebenfalls eine Einrichtung des Universitätsklinikums rechts der Isar ist. Das Studienzentrum prüft für jeden Tumorpatienten, ob eine geeignete Studie vorhanden ist. Meist profitieren Patienten von der Behandlung in wissenschaftlichen Studien aufgrund der strengen Überwachung der Therapie sowie aufgrund von neuen, vielversprechenden Behandlungsalternativen. Jede Studie muss von der Ethikkommission der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München geprüft und freigegeben werden, bevor Patienten daran teilnehmen können. Darum herrschen hier mindestens genauso strenge Sicherheitsbestimmungen wie bei der Routinebehandlung außerhalb von Studien.

 

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